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Bewerbung

Kind und Karriere

Wenn ein Kind zur Welt kommt kann dies das Leben komplett auf den Kopf stellen und es ändert sich vieles. Bei jungen Müttern und Vätern bleibt jedoch immer häufiger der Wunsch weiter berufstätig zu sein. Jede Familie muss das richtige Maß finden und überlegen, ob und wie KiTas, Tagesmütter oder Großeltern behilflich sein können um Kind und Karriere in Einklang zu bringen.

Was kann man tun um Kind und Beruf gut zu vereinen?

Flexible Arbeitszeiten scheinen auf den ersten Blick hilfreich. Feste Regelungen wie bspw. Arbeiten von Montag bis Mittwoch und Familienzeit von Donnerstag bis Sonntag können zudem erforderlich werden. Klare Absprachen im Team bis hin zu einer belastbaren Vertretungsregelung sind mindestens ebenso wichtig. Vergessen sollte Sie nicht die Tage, an denen Ihr Kind krank wird. Hier können bei Notfällen idealerweise die Großeltern oder Freunde einspringen. Wird Ihr Kind von einer Tagesmutter betreut, müssen Sie auch deren Krankzeiten mit einplanen, da die Betreuung über die Tagesmutter in diesen Zeiten nicht möglich sein wird. Zu häufiges Fernbleiben von der Arbeit wegen der Erkrankung Ihres Kindes wird zwangsläufig ein Karrierekiller! Auch die verständnissvollsten Kollegen genauso wie der Chef versagen hier früher oder später die Akzeptanz für Ihre zusätzlichen Fehlzeiten.

Worauf ist bei der Wahl der Kinderbetreuung zu achten?

Anmeldung in der KiTa

Kinder werden in der KiTa regelmäßig nur zum 1. August eines jeden Jahres aufgenommen. Bei einer U1-Betreuung kommt es nicht selten vor, dass bereits vor der Geburt des Kindes eine Anmeldung erfolgen muss, denn Anmeldefristen von öffentlichen Kindertagesstätten enden oft im November / Dezember des Vorjahres.

Betreuungszeiten

Das vermeindlich passende Zeitvolumen der Betreuung täuscht hinweg über die Zeiträume, in denen die Betreuung tatsächlich gewährleistet ist. Steht ein KiTa-Platz mit 35 Wochenstunden zur Verfügung, so ist ein früher Betreuungsbeginn am Morgen nicht für jeden optimal, denn daraus resultieren frühere Abholzeiten. Wer also sein Kind erst ab 9:00 Uhr betreut wissen will, jedoch vor 16:00 Uhr nicht wieder aus der KiTa abholen kann, der benötigt mit dieser Konstellation wohl schon einen 45-Stunden-Platz selbst wenn die Gesamtbetreuungsdauer weit darunter liegt!

Andersherum bedeutet eine 45-Wochenstunden-Betreuung selbstverständlich nicht, dass Sie Ihr Kind immer erst um 17:00 Uhr aus der KiTa nehmen müssen. Viele Eltern versuchen, die Kinder früher abzuholen, haben in anstrengenden Zeiten jedoch einen Zeitpuffer und die Gewissheit, dass die Kinder gut versorgt sind.

Kosten für die Kinderbetreuung

Die KiTa-Gebühren setzen die Kommunen fest und hier gibt es erhebliche Unterschiede. Eine Stadt, die in der Haushaltssicherung ist, aber die die Kinderbetreuung forciert, wird KiTa-Plätze womöglich günstiger anbieten als eine vermeindlich "wohlhabende" Stadt. Die Webseiten der Jugendämter geben Auskunft über die konkreten Kosten. Häufig ist das Alter des Kindes sowie das Familieneinkommen mit ausschlaggebend für die KiTa-Gebühren.

Eingewöhnungszeit

Planen Sie ausreichend freie Zeit für die Engewöhnung Ihres Kindes in der KiTa ein. Das Kindergartenjahr beginnt zwar am 1. August, aber orientiert sich an den Schulferien, sodass Sie in der Zeit vom 1. August bis Schulferienende die Kinderbetreuung noch voll selbst übernehmen werden. Daneben haben bei der Eingewöhnung womöglich äterer Kinder Priorität vor Ihrem noch jüngeren Sprössling. Und so sind Sie bereits im September bevor es überhaupt losgeht mit der Eingewöhnung. Die Eingewöhnunszeit selbst wird von den Erzieherinnen individuell nach Fortschritt festgelegt. Klappt alles problemlos, so ist diese nach kurzer Zeit gemeistert. Schwierigere Eingewöhnungen laufen schon mal über mehrere Wochen, in denen Sie entweder mit vor Ort in der KiTa sind oder zumindest telefonisch erreichbar sein müssen, um jederzeit schnell zur Hilfe zu eilen.

Rückkehr aus der Elternzeit

Viele Mütter gehen davon aus, dass sie nach der Rückkehr aus der Elternzeit auf ihrem bisherigen Arbeitsplatz weiterbeschäftigt werden. Im Idealfall ist dies auch so, nur gibt es hierauf keinen gesetzlichen Anspruch. Der Arbeitgeber muss lediglich eine der bisherigen Tätigkeit "gleichwertige Arbeit" anbieten. Je offener die Formulierung der Tätigkeit im Arbeitsvertrag ist, umso weitreichender werden die Einsatzmöglichkeiten sein. Deshalb sollten Sie frühzeitig nachsehen:

  • Wie weit oder eng ist Ihre Tätigkeit im Arbeitsvertrag gefasst?

Bei "Kfm. Angestellten" geht das Direktionsrechts des Arbeitgebers viel weiter als bspw. bei einer "Personalreferentin" oder "Grafikdesignerin".

  • Gibt es bei Unternehmen mit mehreren Standorten im Arbeitsvertrag einen konkreten Arbeitsort oder ist gar eine räumliche Versetzung an einen anderen Standort vorbehalten?

Gerade wenn die "alte" Stelle anders besetzt wurde oder Sie mit dem Kind vielleicht nicht mehr in der Lage sind die volle Stundenzahl zu leisten, sind Sie gut beraten wenn Sie sich frühzeitig Optionen offen halten. Insbesondere ist nach einer langen Elternzeit der Anschluss an die Entwicklungen beim bisherigen Arbeitgeber schnell verpasst.

Deshalb unser Tipp: Nutzen Sie doch die Elternzeit für eine berufliche Weiterbildung! So erhöhen Sie Ihre Attraktivität für den Arbeitsmarkt und Ihre Chancen auf gute berufliche Perspektiven, natürlich auch bei Ihrem alten Arbeitgeber.

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