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Ich-AG

Die Ich-AG ist zurückzuführen auf die Hartz-Reformen. Die Ich-AG bezeichnet ein Einzelunternehmen, dessen Gründung durch einen Arbeitslosen erfolgte und mit einem Existenzgründungszuschuss unterstützt wurde. Der deutsche Staat wollte mit der Ich-AG Arbeitslose ermutigen, sich eine Existenz aufzubauen um somit unabhängig vom Staat leben zu können. Diese Form der Unterstützung wurde am 01.01.2003 geschaffen. Die Ich AG lief bereits am 31.12.2005 wieder aus. Seit dem 01.01.2006 wird dieser Zuschuss zur Existenzgründung nur dann noch erbracht, wenn die Anspruchsvoraussetzungen bereits in der Vergangenheit vorlagen. Die Förderung wurde durch den sog. Gründungszuschuss abgelöst.

Arbeitslosengeld-I-Empfänger, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden, haben zur Sicherung des Lebensunterhalts in der Zeit nach der Existenzgründung Anspruch auf den Gründungszuschuss. Für Arbeitslosengeld-II-Empfänger besteht kein Rechtsanspruch auf diese Förderleistung. Für sie gibt es eine vergleichbare Leistung mit dem Namen Einstiegsgeld. Erwerbstätige, die direkt aus einer vorherigen abhängigen Beschäftigung in die Selbständigkeit wechseln, erhalten diese Zuschüsse nicht, denn weiterhin ist die Rückkehr in das Erwerbsleben im Blick dieser Unterstützungen.

Um den Gründungszuschuss zu erhalten, muss der Gründer einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 90 Tage bei Aufnahme der selbständigen Tätigkeit haben. Außerdem muss er die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Selbständigkeit ausführen zu können, nachweisen. Bestehen begründete Zweifel hieran, kann die Agentur für Arbeit die Eignungsfeststellung herbeiführen oder die Teilnahme an Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Existenzgründung verlangen. Wichtig ist also vorab die Tragfähigkeit des Konzeptes sicherzustellen. Hierbei helfen u.a. die Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder Banken und Sparkassen.

Für die ersten 9 Monate erhält der Selbstständige das ihm zuletzt gezahlte Arbeitslosengeld plus 300 Euro für die soziale Absicherung. Diese 300 Euro können dem Gründer zusätzlich für die darauf folgenden 6 Monate gewährt werden insofern eine intensive Geschäftstätigkeit und unternehmerische Aktivität glaubhaft gemacht wird.




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