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Bewerbung

Karrierekiller

Die Karriereleiter Sprosse für Sprosse erklimmen - das ist das Ziel der meisten Arbeitnehmer und besonders von ehrgeizigen Absolventen (Young Professionals). Auf dem Weg nach oben gilt es, einige Herausforderungen und Klippen zu meistern und im Wettbewerb mit Kollegen zu bestehen. Oft ist jedoch nicht eine fehlende Qualifikation oder ein schlechtes Arbeitsergebnis ausschlaggebend für einen schleppenden Aufstieg. Vielmehr liegen Karrierekiller oder Aufstiegsbremsen im Auftreten und Verhalten des Arbeitnehmers gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kollegen.

Karrierekiller Nr. 1: Unkenntnis der Unternehmenskultur

Beim Start in einem neuen Unternehmen sind Sie voller Tatendrang. Sie bringen Erfahrung aus anderen Unternehmen mit und sehen, wo Verbesserungspotenzial ist. Was Sie jedoch nicht kennen, sind informelle Strukturen, Gepflogenheiten, Sprachcodes und "heilige Kühe". Bevor Sie in Aktionismus verfallen und Verbesserungsvorschläge auf den Weg bringen, integrieren Sie sich, indem Sie das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Kultur kennen lernen. Beobachten Sie deshalb Ihre Kollegen und fragen Sie nach, warum etwas so ist oder gemacht wird und wer dies sogar auf den Weg gebracht hat, ohne zu werten. Dies gilt für Kleidung, Arbeitszeiten und Pausen, Umgangsformen, Entscheidungswege und Änderungsbereitschaft. Mit Kenntnis der Unternehmenskultur ecken Sie nicht an und bringen Sie Ihre Vorschläge auf den Weg ohne "heilige Kühe" zu schlachten und Strukturen nicht zu berücksichtigen.

Karrierekiller Nr. 2: Keine Netzwerke

Neben dem Kennenlernen der Unternehmenskultur ist es wichtig, sich ein Netzwerk im Unternehmen aufzubauen. Dazu gehört, bestehende Netzwerke zu kennen und für sich zu nutzen. Das "Vitamin B", also der Beziehungsfaktor, spielt bei Beförderungen eine große Rolle, ebenso wie das eigene Image im Unternehmen. Der Leistung kommt dagegen eine zweitrangige Bedeutung zu. Beobachten Sie, wer sich mit wem duzt, wer geht gemeinsam in die Pause oder trifft sich nach Feierabend bzw. privat. Dadurch lernen sie interne Netzwerke kennen. Integrieren Sie sich in die für Sie interessanten Netzwerke, indem Sie sich auch verabreden oder fragen, ob Sie mal mitkommen können. Organisieren Sie ruhig auch selbst ein Treffen. In einem Netzwerk erfahren Sie von neuen Projekten oder Positionen und können sich positiv ins Gespräch bringen. Mit den Beziehungen und einem guten Image haben Sie sich für die nächsten Karriereschritte positioniert.

Karrierekiller Nr. 3: Keine Karriere-Ziele

Wer ein Ziel hat, erreicht es auch. Wer kein Ziel hat, weiß nicht, worauf er hinarbeiten soll. Wenn Sie sehr lange auf einer Position verharren, wird ein Karriereschritt schwieriger. Bestimmen Sie deshalb Ihren Standort. Was haben Sie erreicht, und wie haben Sie dies erreicht. Wie ist im Moment die Marktsituation für Ihre Position? Wo sehen Sie sich drei oder fünf Jahren? Setzen Sie sich ein Karriereziel und überlegen Sie sich, welche Schritte notwendig sind, dieses zu erreichen. Sprechen Sie auch mit Ihrer Führungskraft, wo diese Sie perspektivisch sieht und ob Sie beim Erreichen des Karriereziels in Form einer Aufgabe oder Position im Unternehmen unterstützt werden. Reflektieren Sie Ihr Ziel, gerade bei längeren Zeiträumen regelmäßig. Was werden Sie tun, wenn Sie die Schritte zu Ihrem Ziel absehbar nicht oder nicht in dem Unternehmen erreichen? Mit diesen Überlegungen kommen Sie zu Ihrem Karriere-Ziel und möglichen Alternativen schnell näher.

Karrierekiller Nr. 4: Keinen Beitrag zum Unternehmenserfolg

Viel zu tun und lange Arbeitszeiten sagen noch nichts über die Produktivität des Mitarbeiters aus. Vergegenwärtigen Sie sich, dass Ihr Arbeitgeber nur erfolgreich ist, wenn er in seinem Segment führend, profitabel und zukunftsorientiert ist. Kennen Sie die Unternehmensziele? Überlegen Sie sich, wie Sie auf Ihrer Position zu den Unternehmenszielen beitragen können. Vereinbaren Sie mit Ihren Vorgesetzen SMARTe Ziele. SMART steht für spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminierbar. So können Sie für sich und Ihre Vorgesetzen Ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg sichtbar machen und dies für Ihre Karriere erfolgreich nutzen.

Karrierekiller Nr. 5: Keine Weiterentwicklung

Von lebenslangem Lernen haben wir alle bereits etwas gehört. Bei der Einführung eines neuen Computersystems werden wir geschult und durch interne Seminare bilden wir uns in unserem Arbeitsbereich fort. Wenn Weiterbildungen jedoch nicht vom Unternehmen selbst angeboten werden, ist die Motivation, sich selbst für den Auffrischungskurs einer Fremdsprache oder den Vortrag über neue Rechtsgrundlagen zur Auffrischung des Fachwissens anzumelden und auch selbst zu bezahlen, eher gering. Die Unsicherheit besteht, dass (jüngere) Kollegen mit einem aktuellen Wissensstand bei Beförderungen bevorzugt werden oder bei einem Arbeitsplatzabbau im Vergleich zu Ihnen besser dastehen. Nutzen Sie regelmäßig Weiterbildungsangebote und gleichen Sie Ihr Profil gelegentlich mit dem von Kollegen und auch Stellenanzeigen ab.

Karrierekiller Nr. 6: Falsche Selbsteinschätzung

Ein gesundes Selbstbewusstsein gehört zu den Voraussetzungen für Ihre Karriere. Dazu gehört auch eine regelmäßige Selbstreflektion der eigenen Ansichten und Ziele. Durch einen Austausch mit Vertrauten und Kritikern wird das Selbstbild geschärft und möglicherweise der eingeschlagene Kurs korrigiert. Verbissener Ehrgeiz und Selbstüberschätzung verklärt den Blick für eine realistische Selbsteinschätzung. Würdigen Sie deshalb die Einschätzung von Vertrauten und Kritikern und holen Sie sich regelmäßig proaktiv Kritik ein.

Karrierekiller Nr. 7: Keine Veränderungsbereitschaft

Ein "Nein" hört niemand gerne. Zeigen Sie sich offen für neue Ansätze und Vorschläge Ihrer Vorgesetzten und Kollegen. So wird man Sie gerne in wichtige und strategische Themen einbinden und zu Raten ziehen. Durch Veränderungsbereitschaft können Sie sich für zukünftige Karriereschritte empfehlen.

Karrierekiller Nr. 8: Keine Teamfähigkeit

Die Arbeit in Gruppen oder Teams gewinnt in Unternehmen weiterhin an Bedeutung. Deshalb ist die Fähigkeit, sich in ein Team zu integrieren, eine Teamentscheidung zu akzeptieren oder das gute Teamergebnis über ein eigenes Ergebnis stellen zu können, wichtig. In einem Team ist gibt es verschiedene Rollen zu besetzen, die wichtigste ist die Teamleitung. Der Teamleiter moderiert die Teammitglieder, bezieht diese ein, fragt nach deren Meinung und delegiert Aufgaben. Hier ist Managementfähigkeit und Diplomatie gefragt, um alle Mitglieder zu motivieren und unterschiedliche Interessen und Arbeitsweisen zu koordinieren. Wenn die Teamleitung schon vergeben ist, ist es vielleicht möglich, dass Sie den Teamleiter zu unterstützen, und dafür bei der Präsentation des Arbeitsergebnisses einen Part übernehmen. Dadurch gewinnen Sie Sympathie beim Teamleiter und Aufmerksamkeit bei Vorgesetzen.

Karrierekiller Nr. 9: Falsche Bescheidenheit

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ihr. An diesem Volksmund ist etwas Wahres dran, wenn Sie ihn auf die Karriere beziehen. Sie arbeiten fleißig und erzielen zügig gute Arbeitsergebnisse, dann schreiben Sie Ihren Namen darunter und reden Sie gegenüber Kollegen und Vorsetzten darüber. Informieren Sie regelmäßig Ihre Vorgesetzten kurz und knapp über Ihre Leistung, ohne dabei überheblich zu werden. Bedenken Sie, dass Ihr Chef vielleicht kein Interesse haben könnte, den fleißigen Mitarbeiter zu befördern und damit vielleicht Konkurrenz zu sich aufzubauen.

Sprechen Sie regelmäßig in Mitarbeitergesprächen Beförderungen, Gehaltserhöhungen, Titel oder geeignete Weiterbildungen an. Wenn dies abgelehnt wird, fragen Sie nach, was passieren muss, dass Sie die Zuwendung bekommen. Sobald Ihr Vorgesetzter etwas zu verteilen hat, wird er an Sie denken, wenn er Sie nicht verlieren will.

Informieren Sie Ihren Chef, wenn Sie aus eigener Tasche eine Weiterbildung bezahlt und erfolgreich absolviert haben.

Karrierekiller Nr. 10: Unsportlichkeit

Was du nicht willst, das man dir tu, das für auch keinem anderen zu. Sie erarbeiten mit Ihren Kollegen eine Arbeitsunterlage. Achten Sie darauf, dass Sie bei der Präsentation das Engagement der Kollegen erwähnen, um nicht in den Verruf zu geraten, Sie schmücken sich mit fremden Federn. Die Kollegen werden Sie weiter gerne unterstützen und Ihre Vorgesetzten schätzen Ihr faires Verhalten.

Karrierekiller Nr. 11: Undank

Machen Sie sich klar, wer Sie im Job unterstützt. Gibt es einen fleißigen Kollegen, der delegierte Aufgaben, fehlerfrei und zügig abarbeitet, oder einen Mitarbeiter, der Sie im Meeting gelobt hat, oder eine Assistentin, die Ihnen Informationen über einen Konkurrenten im Team zuspielt. Zeigen Sie sich erkenntlich, indem Sie wiederum die Leistung des Kollegen loben, oder sich für das Lob bei dem Mitarbeiter bedanken oder der Assistentin eine Pralinenschachtel schenken. So sichern Sie sich weiterhin deren Unterstützung.

Karrierekiller Nr. 12: Sich seiner Position zu sicher sein

Wer sich seiner Position oder eines nächsten Karriereschrittes zu sicher ist, läuft Gefahr, auf den letzten Metern zu scheitern. Warten Sie, bis Sie das Ziel erreicht haben. Dann können Sie ausgelassen feiern.

Zudem neigen langjährige Mitarbeiter dazu, sich auf dem Erfolg vergangener Jahre auszuruhen und den Erhalt von gewonnen Freiheiten und des Arbeitsplatzes vor den Unternehmenserfolg zu stellen. Stellen Sie sich laufend neuen Zielen und Herausforderungen, um sich auf der Karriereleiter weiter zu bringen.

Karrierekiller Nr. 13: Ungeduld

Die meisten Ziele lassen sich nicht in einem Karriereschritt erreichen. Setzen Sie sich mehrere Schritte als Etappenziele und planen Sie für Ihre Karrierestationen drei bis fünf Jahre ein. Im Regelfall benötigen Sie ein Jahr, um in eine Position reinzuwachsen und können messbare Erfolge mit einem Vorjahresvergleich dann nach drei Jahren vorweisen. Üben Sie sich in Geduld und Besonnenheit und achten Sie darauf, dass Sie beim verwirklichen Ihrer Ziele auch Ihre Mitarbeiter mitnehmen.

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