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Mobbing

Mobbing

Menschen sind soziale Wesen, die einen Großteil ihrer Befriedigung durch Geselligkeit und sozialer Billigung durch andere Menschen erhalten. Soziale Billigung erhalten wir durch Anerkennung von außen. Wir und unseren Handlungen sollen sozial anerkannt und gemocht werden. In Vereinen werden wir zu einer Einheit, im Privatleben schließen wir Freundschaften und im Berufsleben werden wir einer Gruppe zugeordnet. Es ist sehr wichtig für uns, soziale Kontakte zu pflegen, denn diese motivieren nicht nur die Gruppe, sondern vor allem den Einzelnen. Dieses Bedürfnis nach Geselligkeit schlägt negative Wellen, sobald die Zugehörigkeit in einer Gruppe verwehrt bleibt.

Das Machtbedürfnis, also das Bedürfnis, andere zu dominieren, impliziert somit, andere zu beherrschen und somit zu unterdrücken. Eine Gruppe, in der bei einigen Personen dieses Machtbedürfnis sehr ausgeprägt ist, kann sich so auf schwächere und weniger dominante Personen fixieren, und durch die Leitung der dominanten Personen "mobben". So verhalten sich viele Menschen konform und tun, was andere tun. Wenn die herrschende Meinung der Gruppe negativ über eine Person denkt, werden auch die kleinen Teile der Gruppe mitziehen, um nicht selbst ausgeschlossen zu werden. Diese Gruppendynamik wiederum entsteht nämlich durch das Bedürfnis die Anerkennung anderer zu erhalten.

Generell gliedern wir andere Menschen in Gruppen, Stereotype. Diese Menschentypen werden durch soziale Stellung, kulturellen Hintergrund, Geschlecht oder einfach durch bestimmte persönliche oder äußerliche Merkmale festgelegt und sind nicht wissenschaftlich begründet, sondern rein schematisch und subjektiv. Einmal verbreitet sind sie standhaft gegen Veränderungen. So werden auch Mobbingopfer immer wieder in ihre Rolle hinein gedrückt. Dabei ist auch das Selbstbild, also der Eindruck von uns selbst, eine wichtiger Faktor. Denn dieses ist entscheidet über das Verhalten anderen gegenüber. Wenn sich jemand dann (besonders in einer Gruppe) einem anderen überlegen fühlt, kann es zu Mobbingattacken kommen. Über längere Zeit wird es zum Psychoterror für das Mobbingopfer.

Mobbing am Arbeitsplatz

Im Arbeitsleben können das nicht nur Kollege oder Kollegin sein, sondern auch der Chef. Dabei kommt es zur sozialen Isolation durch die Kollegen, öffentliche Demütigung durch Kritik oder Bloßstellung, oder den Entzug von Entscheidungen sowie niederträchtigere Arbeitsaufgaben. Derartige Mobbingattacken wirken sich nicht nur durch Stress bei dem Mobbingopfern aus. Die psychische Belastung durch das Mobbing führt ebenso zur psychischen wie gesundheitlichen Schädigung. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, Konzentrationsmangel aber auch Angststörungen und Depressionen können Folgen sein. Dies wiederum zieht weiteres Mobbing an und verwandelt sich in einen Teufelskreis.

Mobbingopfer sind häufig in sich gekehrt und missbilligen Attacken von außen. Sie nehmen die Kritiken an und stellen sich dadurch selbst in Frage. Im eigenen Freundeskreis vermeiden sie es die Gefühle der Freunde zu verletzen und gehen Konflikten aus dem Weg, weil sie nicht völlig allein sein möchten. Oft ruft Mobbing am Arbeitsplatz auch Probleme im Privatleben hervor. Im Arbeitsleben sind sie fortan demotiviert und hegen Misstrauen gegenüber anderen Mitarbeitern. Die Fehlzeiten auf der Arbeit steigen und die Krankschreibungen häufen sich. Eine Kündigung ist für viele Mobbingopfer der letzte Ausweg.

Ursachen für Mobbing

Ist das Arbeitsklima nicht ausgeglichen und mangelt es an guter Zusammenarbeit, sucht sich die Menge einen Sündenbock, an dem sie ihren Frust auslassen kann. So stärken die Mobbingtäter ihr eigenes Selbstwertgefühl, besonders wenn sie persönliche Probleme mit dem Mobbingopfer haben. Ist das Mobbingopfer von Natur aus unsicher oder sozial nicht besonders aktiv, ist es ein leichtes Spiel.

Mobbinghandlungen

Mobbing am Arbeitsplatz kann sich unterschiedlich auswirken. Konkrete Anzeichen sind nicht nur der Ausschluss beim Kaffeetrinken oder das Verstummen von Gesprächen, sondern auch

  • Attacken auf die Gesundheit durch Drohung bis hin zu Gewalt oder psychischen Belastungen
  • Schädigungen des gesellschaftlichen Lebens durch das Verbreiten von Gerüchten, Lästern, Imitation des Mobbingopfers, ins Lächerliche ziehen des Äußeren oder von Handlungen des Opfers sowie Angriffe des religiösen, kulturellen oder privaten Hintergrund
  • mentalen Diskreditierungen, indem dem Opfer verwehrt wird sich zu äußern, ständige öffentliche Kritik an ihm geübt oder der Kontakt durch andere verweigert oder es völlig ignoriert wird
  • Störungen der Arbeitssituation durch sexuelle Belästigung, die Wegnahme von Aufgaben, die Übergabe sinnloser oder niederer Aufgaben, das Überladen mit neuen oder schwierigen Aufgaben

Mobbing. Was tun?

Der Betriebsrat oder die Personalabteilung könnte helfend zur Seite stehen. Sie haben eine besondere Stellung im Betrieb und üben Macht aus. Um die körperlichen und psychischen Beschwerden zu lösen sind Sport oder auch psychologische Beratung zu empfehlen. Das Problem muss an der Wurzel behandelt werden; ein neues Selbstbild und eine starke Haltung müssen aufgebaut werden um sich zu wehren.

Um die Situation genauer zu beleuchten kann ein Mobbing-Tagebuch oder der Austausch mit anderen Mobbingopfern helfen. Wie schon angedeutet, ist es besonders hilfreich mit anderen Mobbingopfern zu sprechen. Diese können Tipps geben und aufbauen. Auch die psychologische Beratung kennt das Thema "Mobbing" schon zu gut und hat wertvolle aufbauende Tipps parat. Ist das Selbstwertgefühl gestärkt, ist der nächste Schritt die Gegenüberstellung mit dem Mobbingtäter. Eine vorbereitete Rede gibt ein sicheres Gefühl. Die Gegenüberstellung sollte öffentlich sein. Weitere Angriffe sind zwar zu erwarten, doch auch dann ist Standhaftigkeit und Gegenwehr gefragt. Nicht auf die selbe Weise, sondern eher in einer übergeordneten Position: "Was möchten Sie damit nun bezwecken?". Durch diese defensive Haltung werden sich die bisherigen Mobbingopfer viel besser fühlen.




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