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Berufliche Weiterbildung

Berufliche Weiterbildung

Wer rastet, der rostet: Für die meisten Arbeitnehmer gehören regelmäßige Weiterbildungen zum Berufsalltag. Auch Arbeitgeber setzen in der Regel ein entsprechendes privates Engagement voraus - denn Gewinne lassen sich nur dann erzielen, wenn der Wissensstand der Mitarbeiter mit dem beschleunigten wirtschaftlichen und technischen Wandel Schritt hält. Doch wer bezahlt die berufliche Weiterbildung? Und wie sieht es mit älteren Arbeitssuchenden aus? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengetragen.

Weiterbildung - was heißt das eigentlich?

Als berufliche Weiterbildung gelten alle Bildungsvorgänge, durch die eine bereits vorhandene berufliche Bildung vertieft bzw. erweitert und an den aktuellen Wissensstand der jeweiligen Branche angepasst wird. Anders als sog. "Fortbildungen", die normalerweise öffentlich zugänglich sind, sind Weiterbildungsmaßnahmen Teil des privaten Bildungskanons, d.h. es liegt im Verantwortungsbereich der Arbeitnehmer selbst, ob sie sich beruflich weiterbilden oder nicht.

Während rund 70% der deutschen Unternehmen ihre Mitarbeiter regelmäßig zu betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen verpflichten, besteht bei vielen Arbeitssuchenden eine gewisse Scheu vor der privat organisierten beruflichen Weiterbildung. Dabei kann eine gut ausgewählte und qualitativ hochwertige Weiterbildung insbesondere älteren Arbeitssuchenden den Weg zurück in die Arbeitswelt ebnen.

Für wen lohnt sich die berufliche Weiterbildung?

Durch den kontinuierlichen Wandel zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft bleibt heute kaum noch ein Arbeitnehmer davon verschont, dass seine Qualifikationen eines Tages nicht mehr ausreichend sind: Es müssen immer mehr Informationen in immer kürzerer Zeit verarbeitet werden und Arbeitsgeber erwarten von ihren Angestellten einen jederzeit aktuellen Wissensstand. Dies gilt insbesondere für Fachkräfte, die nach wie vor die am stärksten nachgefragte Gruppe bilden.

Als Folge des demographischen Wandels, durch den mehr ältere Menschen ihren Job verlieren als Jüngere nachrücken können, gibt es gerade im Bereich jener benötigten Facharbeiter einen großen Anteil an Arbeitssuchenden, die nicht mehr eingestellt werden. Allein in diesem Jahr sind rund 600.000 grundsätzlich qualifizierte über 55-Jährige ohne Arbeit. Für viele dieser Menschen wäre eine berufliche Weiterbildung mit entsprechenden Anpassungsqualifizierungen eine gute Möglichkeit, den Anschluss an den modernen Arbeitsmarkt wiederzufinden. Die Unternehmen könnten so von dem Erfahrungsreichtum älterer Mitarbeiter profitieren, ohne einen altersbedingten Produktivitätsabfall in Kauf nehmen zu müssen.

Da berufliche Weiterbildungen, je nach Modell, sehr zeit- und arbeitsintensiv sein können, sollten Sie sich folgende Fragen stellen, bevor Sie sich für eine entsprechende Maßnahme entscheiden:

  • Was wird mir das Ganze letzten Endes bringen? (Beförderung, Chancen auf einen besser bezahlten Job, etc.)

  • Kann ich mir die Weiterbildung auch dann leisten, wenn ich keine Förderung erhalte? (Muss ich vielleicht einen Kredit aufnehmen etc.?)

  • Bin ich in der Lage, die Weiterbildung neben meinem aktuellen Job zu absolvieren?

  • Kann ich mir das durch die Weiterbildung vermittelte Wissen auch auf anderen Wegen aneignen?

Wer übernimmt die Kosten für eine berufliche Weiterbildung?

Da berufliche Weiterbildungsmaßnahmen sich nicht nur an Arbeitssuchende, sondern auch an Berufstätige richten, sind die Möglichkeiten flexibel. Entsprechende Maßnahmen können während der Arbeitszeit (z.B. sog. "In-House-Schulungen" der Mitarbeiter durch das Unternehmen), berufsbegleitend oder auch in der Freizeit des Arbeitnehmers (z.B. Schulungen, Lehrgänge, Workshops etc.) stattfinden. Gehen die Weiterbildungsmaßnahmen vom Unternehmen selbst aus, trägt der Arbeitgeber in der Regel auch die Kosten. Anders verhält es sich in Fällen von autodidaktischer Weiterbildung und beim Erwerb von Zusatzqualifikationen.

Arbeitnehmer, die von sich aus den Wunsch haben, Zusatzqualifikationen zu erwerben, können entweder eine entsprechende Förderung bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen oder das Gespräch mit ihrem Arbeitgeber suchen. Viele Unternehmen beteiligen sich an entsprechenden Maßnahmen, wenn ihnen der Output nutzbringend erscheint. Arbeitssuchende, die eine berufliche Weiterbildung anstreben, können die Kostenübernahme ebenfalls bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen. Ob eine entsprechende Maßnahme gefördert wird, hängt von den grundsätzlichen Qualifikationen und den arbeitsmarktlichen Bedingungen ab.

Weiterbildung in Eigenregie: Tipps & Tricks

Wenn Sie Ihre berufliche Weiterbildung selbst organisieren möchten, sollten Sie sich Zeit nehmen, um das richtige Modell auszuwählen. Die Angebote sind vielfältig und reichen von Wochenend- und berufsbegleitenden Abendkursen über Crash-Kurse von wenigen Wochen bis hin zu E-Learning-Modellen und Fernstudien. Zu den Anbietern zählen neben der Bundesagentur für Arbeit auch verschiedene Berufsverbände, Volks- und Fachhochschulen und die Industrie- und Handelskammern der Bundesländer. Entsprechende Zertifikate verschiedenster Träger gibt es in Deutschland derzeit mehrere Hundert. Vergessen Sie nicht, sich im Vorfeld über die Qualifizierung der Dozenten und über den Ruf des jeweiligen Trägers zu informieren. Vergleichen Sie außerdem die Preise: Teuer heißt nicht immer gut.

Wenn Sie die Weiterbildungsmaßnahme gefunden haben, die Ihren Ansprüchen und Ihrer Lebenssituation am ehesten gerecht wird, folgt die eigentliche Arbeit. Denn ganz gleich, für welches Modell Sie sich entscheiden: Ohne Fleiß und Disziplin nützt auch das beste Programm nichts. Aus diesem Grund sollten Sie versuchen, mit dem Kurstempo Schritt zu halten und die erarbeiteten Inhalte so oft wie möglich zu wiederholen und selbstständig anzuwenden. Eine gute Möglichkeit sind hier zum Beispiel Lernmaterialien und Nachschlagewerke wie jene vom Friedrich Kiehl Verlag, die Fallbeispiele und Prüfungsaufgaben für unterschiedliche Branchen beinhalten und Ihnen so die Möglichkeit bieten, das erarbeitete Wissen selbstständig anzuwenden. Entsprechende Fachliteratur finden Sie unter kiehl.de.





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