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Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis

In dem Kapitel Arbeitszeugnis finden Sie neben wertvollen Hinweisen und Zeugnismustern auch unsere Dienstleistung zur Arbeitszeugnisprüfung, Optimierung bzw. vollständigen Erstellung Ihres Arbeitszeugnisses.

Ein gutes Arbeitszeugnis ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Bewerbung. Das Zeugnis gibt dem Personalentscheider wichtige Auskünfte über die Art und Dauer der Beschäftigung, der erbrachten Leistungen und über das Verhalten des Arbeitnehmers. Ein schlechtes Arbeitszeugnis kann das berufliche Fortkommen erheblich erschweren.

Diesen Nachweis über die Beschäftigung muss der bisherige Arbeitgeber auf Verlangen spätestens am Ende des Arbeitsverhältnisses in Form eines Abschlusszeugnisses, bei berechtigtem Interesse auch bereits im laufenden Arbeitsverhältnis als Zwischenzeugnis ausstellen. Für den Verfasser eines Arbeitszeugnisses sind bei der Erstellung die Grundsätze der Zeugniswahrheit, -klarheit und -vollständigkeit zu beachten, und es darf keinerlei Geheimsprache verwenden werden. Der Inhalt muss wohlwollend formuliert sein um eine zukünftige Bewerbung bzw. Einstellung nicht negativ zu beeinflussen, und es somit nicht schwerer wird eine neue Arbeitsstelle zu finden.

Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, kann der Beurteilte den Aussteller bitten dies zu korrigieren. Geschieht dies nicht, besteht für jeden Beschäftigten die Möglichkeit die Zeugnisformulierungen vom Arbeitsgericht überprüfen lassen. Die Beurteilung im Arbeitszeugnis muss jedoch nur dann begründet werden, wenn es zu einer unterdurchschnittlichen Benotung, also niedriger als befriedigend, gekommen ist.

Wird auf Verlangen kein Zeugnis ausgestellt, oder ist es unrichtig oder unvollständig ausgestellt, kann der Beschäftigte Schadensersatz verlangen. Der entstandene Schaden ist jedoch stets zu beweisen. Beispielsweise wenn der neue Arbeitgeber am Bewerber sehr interessiert, aber durch das fehlende Zeugnis nicht überzeugt war. Bei benachteiligenden Formulierungen kann das ebenso der Fall sein. Die Entschädigung beträgt jedoch maximal 3 Monatsgehälter.

Das Arbeitszeugnis muss die wesentlichen Tatsachen und Bewertungen des Arbeitsverhaltens beinhalten. Die Beurteilung darf nicht zu einer Mehrdeutigkeit oder zu Irrtürmern führen. Auslassungen von bestimmten Sachverhalten können dann auch schon zu negativen Schlussfolgerungen führen.

Beispiele von häufigen Fehlern im Arbeitszeugnis finden Sie hier.

Damit das Arbeitszeugnis bestimmten Mindeststandards entspricht, sollten bestimmte Vorgaben zur Form eines Arbeitszeugnisses eingehalten werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Hat ein Arbeitnehmer aufgrund eines gefälschten Zeugnisses die Arbeitsstelle bekommen, kann die Einstellung wegen Täuschung angefochten werden. Dies ist auch nach Jahren der Beschäftigung noch möglich.

Zeugnisanspruch

Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Dabei gilt eine Verjährungsfrist von 3 Jahren für das qualifizierte Zeugnis. In den meisten Fällen kann ein einfaches Zeugnis noch Jahre nach der Verjährung ausgestellt werden.

Das Arbeitszeugnis muss auch dann ausgestellt werden, wenn noch nicht klar ist, ob gegen eine Kündigung Klage erhoben wird. Der Arbeitgeber hat kein Recht das Zeugnis zurückzuhalten, auch nicht bei Vorliegen evtl. Gegenansprüche.

Der Unternehmer bzw. Aussteller ist nicht verpflichtet das Zeugnis an den Beschäftigten zu senden. Hier ist der Arbeitnehmer verpflichtet dies persönlich abzuholen. Es gilt als Holschuld. Sollte es allerdings aus Gründen von zu hohen Kosten (Anreise) oder besonderer Mühen nicht möglich sein, kann es dennoch verschickt werden. Selbstverständlich muss das Zeugnis nachgesand werden, wenn es bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht fertiggestellt wurde.

Nähere Informationen zum Anspruch auf ein Arbeitszeugnis finden Sie hier.

Zeugnissprache

Durch die Zeugnissprache können vielfältige Probleme entstehen. Nicht jeder Arbeitgeber kann diese Sprache korrekt interpretieren. Dadurch kann es zu Fehldeutungen und falschen Annahmen kommen.

Informationen zu "Geheimcodes" im Arbeitszeugnis und zur Zeugnissprache erhalten Sie hier.

Zeugnismuster

Um Ihnen einen kleinen Einblick in die möglichen Formulierungen eines Arbeitszeugnisses zu geben, haben wir neben den üblichen Textbausteinen auch ein paar Musterzeugnisse zusammengestellt:

Arbeitszeugnis für einen Industriekaufmann - sehr gute Beurteilung
Arbeitszeugnis für einen Florist - gute Beurteilung
Arbeitszeugnis für einen Verkäufer - befriedigende Beurteilung

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