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Arbeitszeugnis

Rechtsanspruch auf ein Arbeitszeugnis

Jeder Beschäftigte hat einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Ist der Anspruchsberechtigte in einem Dienst-, Arbeits-, Anstellungs- oder Berufsausbildungsverhältnis, muss der Arbeitgeber §109 GewO bei Beendigung des Vertragsverhältnisses ein Arbeitszeugnis ausstellen. Darunter zählen unter anderem auch Personen, die nebenberuflich, geringfügig, als Heimarbeiter oder als freie Mitarbeiter tätig sind, sowie Praktikanten.

Nach §109 Absatz 1 GewO und 8 BBiG können Beschäftigte in einem Aushilfsverhältnis ebenfalls ein Arbeitszeugnis erhalten. Dabei muss aber beachtet werden, dass ein qualifiziertes Zeugnis ausgestellt wird und vor allem auch sinnvoll ist, wenn die der Dauer der Beschäftigung ausreichend ist um die Leistung des Arbeitenden zu beurteilen. Dahingegen ist ein einfaches Zeugnis immer möglich. Dies sich ausstellen zu lassen ist durchaus auch immer sinnvoll, da im Lebenslauf andernfalls Lücken entstehen könnten.

Der Beschäftigte muss sein Arbeitszeugnis allerdings beim Arbeitgeber anfordern und erhält dann üblicherweise ein qualifiziertes Zeugnis. Es ist aber auch durchaus möglich nur ein einfaches Zeugnis zu bekommen. Am letzten Tag der Beschäftigung muss das Zeugnis schließlich vom Arbeitnehmer persönlich abgeholt werden. Jeder Arbeitnehmer hat jedoch auch bereits vor Beendigung, also vor der Kündigung, einen Anspruch auf ein vorläufiges Zeugnis. Dabei spricht man vom Zwischenzeugnis.

Die rechtlichen Ansprüche sind für Personen im öffentlichen Dienst gleicherweise gültig. Ein GmbH-Geschäftsführer kann nur dann ein Arbeitszeugnis erhalten, wenn er nicht gleichzeitig der Gesellschafter ist.

Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis erlischt, wenn der Unternehmer nicht mehr in der Lage ist, den Arbeitnehmer zu beurteilen (Verwirkung). Dies ist bei einem qualifizierten Zeugnis in der Regel schneller der Fall als die vorgesehenen 3 Jahre (Verjährung). Ein einfaches Zeugnis kann hingegen nach mehreren Jahren noch ausgestellt werden. Im Prinzip solang der Unternehmer die Personalunterlagen vorliegen hat. Basiert das Verhältnis des Beschäftigten auf einem Tarifvertrag kann es ungünstigere Regelungen geben. Oftmals sind hier bestimmte Anschlussfristen festgehalten, die den Zeitraum, in der der Anspruch besteht, verkürzen.

Ein Verzicht auf das Arbeitszeugnis für den Arbeitnehmer ist zu keiner Zeit möglich.

Besonderheiten im Zeugnis für Auszubildende

Jeder Auszubildender hat neben dem Prüfungszeugnis einen Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis (§8 des Berufsbildungsgesetzes). Dies sollte auf jeden Fall die Art, die Dauer und das Ziel der Berufsausbildung beinhalten. Außerdem sind die erworbenen Kenntnisse sowie Fertigkeiten zu beschreiben. Möglich sind hier auch weitere Angaben über die Führung, Leistung und etwa besondere Fähigkeiten. Auszubildende haben auch dann einen Anspruch, wenn die Abschlussprüfung nicht absolviert oder nicht bestanden wurde.




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