Unsere Partnerportale:   wikifinanzen |  wikiimmobilie |  wikioutlets
Gehaltsrechner

Lohnfortzahlung

Die Lohnfortzahlung, auch Entgeltfortzahlung bezeichnet, ist seit 1994 im Entgeltfortzahlungsgesetz verankert. Dieses Gesetz gewährt eine Fortzahlung der Vergütung bei Krankheit und an Feiertagen. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung entsteht erstmals nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses und dauert maximal 6 Wochen an. Günstigere Regelungen können sich aus einem anzuwendenden Tarifvertrag oder direkt aus dem Arbeitsvertrag ergeben. Spätestens beim Ausscheiden endet die Lohnfortzahlung.

Nach der gesetzlichen Regelung muss der Arbeitnehmer den Arbeitgeber bei Erkrankung umgehend informieren. Spätestens nach drei Arbeitstagen ist dem Arbeitgeber ein ärztliches Attest (sog. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) vorzulegen. Wenn und solange der Beschäftigte diesen Pflichten nicht nachkommt, hat der Arbeitgeber das Recht die Fortzahlung des Lohnes zu verweigern. Auch über ein Drittverschulden hat der Arbeitnehmer den Arbeitgeber zu informieren. D.h. hat eine 3. Person die Arbeitsunfähigkeit verursacht (zum Beispiel bei einem Unfall), kommt es zu einem Forderungsübergang und der Arbeitgeber erhält einen Ersatz für die geleistete Lohnfortzahlung. Bei alkoholbedingt verursachter Arbeitsunfähigkeit, also durch Eigenverschulden, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit die Entgeltfortzahlung zu versagen. Der Arbeitnehmer hat in diesem Falle ab dem 1. Tag der Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Krankengeld gegenüber seiner Krankenkasse.

Es haben alle Beschäftigten, also auch Teilzeitkräfte oder geringfügig Beschäftigte, einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Sie steht also jedem Arbeitnehmer zu. Wird der Arbeitnehmer allerdings infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig und liegen vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit nicht mindestens sechs Monate bzw. ist seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit nicht eine Frist von zwölf Monaten bereits abgelaufen, so verliert der Arbeitnehmer den Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Die Höhe der fortzuzahlenden Vergütung bemisst sich nach dem dem Arbeitnehmer für die maßgebende regelmäßige Arbeitszeit zustehenden Arbeitsentgelt. Nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) erhalten Arbeitgeber mit in der Regel nicht mehr als 30 Arbeitnehmern von den Krankenkassen einen Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen für die Entgeltfortzahlung.




Gehaltsrechner

Berechnen Sie mit dem
Gehaltsrechner kostenlos Ihr Netto!