Unsere Partnerportale:   wikifinanzen |  wikiimmobilie |  wikioutlets
Gehaltsrechner

Kündigungsschutz

Im Kündigungsschutzgesetz (KschG) ist geregelt, dass ein Arbeitnehmer das Recht hat, gegen seine Kündigung innerhalb einer bestimmten Frist Klage zu erheben und gerichtlich überprüfen zu lassen ob diese sozial gerechtfertigt ist. Wenn der Arbeitnehmer es allerdings verpasst innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einzureichen, ist keine gerichtliche Überprüfung mehr möglich.

Damit das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet, muss das Arbeitsverhältnis seit mindestens sechs Monaten bestehen, oder im Unternehmen müssen mehr als zehn Arbeitnehmer angestellt sein. Gemäß § 23 Abs. 1 KSchG gilt der Kündigungsschutz aktuell nicht in Kleinbetrieben, in denen weniger als zehn Arbeitnehmer angestellt sind. Alle Arbeiter, die noch vor dem Jahreswechsel zu 2004 eingestellt worden, unterliegen jedoch auch dem Kündigungsschutz, wenn bis zu dieser Zeit mindestens fünf Arbeitnehmer im Kleinstbetrieb angestellt waren. Im selben Betrieb können somit die Arbeitnehmer einen unterschiedlichen Anspruch auf Kündigungsschutz haben. Die Arbeiter, die vor dem 01.01.2004 eingestellt wurden, verlieren jedoch ihren Kündigungsschutz, falls ihre Zahl durch Kündigung oder Rente unter fünf sinkt.

Beispiel:

Waren in einem Betrieb sechs Arbeitnehmer beschäftigt, wovon neuerdings einer in Rente gegangen ist, und einer gekündigt hat, verlieren auch die vier weiteren Angestellten ihren Kündigungsschutz mit der Regelung bis 01.01.2004. Selbst wenn noch zwei weitere Arbeitnehmer im Betrieb nach Anfang 2004 eingestellt wurden, besteht kein Kündigungsschutz, da die Zahl von zehn Arbeitnehmern nicht erreicht nicht.

Die Berechnung der Anzahl der Arbeiter im Kleinbetrieb ergibt sich aus der Anzahl geleisteter Wochenstunden. Vollzeitbeschäftigte, die mehr als 30 Stunden ableisten, werden voll gezählt (1,00). Bis zu 30 Arbeitsstunden die Woche werden 0,75 Arbeiter angerechnet, und Teilzeitarbeiter mit bis zu 20 Wochenstunden 0,50.

Kündigungsschutz tritt immer erst nach sechs Monaten ein. Generell ist das nach der Probezeit, welche, wenn nicht anders zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgemacht, in der Regel sechs Monate dauert. Aber auch wenn die Probezeit kürzer andauert, gilt der Kündigungsschutz erst nach dem sechsten Monat. Der Aspekt "Probezeit" hat also lediglich Auswirkung auf die Kündigungsfrist. Weitere Regelungen, wie beispielsweise das Mutterschutzgesetz, können den Kündigungsschutz aber schon vorher in Kraft setzen.




Gehaltsrechner

Berechnen Sie mit dem
Gehaltsrechner kostenlos Ihr Netto!