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Krankengeld

Als Entgeltersatzleistung erhalten Krankenkassenpatienten Krankengeld von der Krankenversicherung, wenn sie wegen krankheitsbedingtem Arbeitsausfall kein Einkommen erzielen können. Dieser Ausgleich liegt, mit rund 75% Auszahlung, unter dem bisherigen Nettolohn. Ein zusätzliches Krankentagegeld auf privater Basis ist daher ratsam.

Um Krankengeld zu erhalten muss demnach ein Anstellungsverhältnis vorliegen, oder Arbeitslosengeld I bezogen werden. Denn da das Krankengeld durch die Krankenkasse geleistet wird, müssen zuvor Beiträge in die Versicherung eingezahlt worden sein um einen Anspruch zu haben. Die Höhe des Krankengelds wird nach § 47 SGB V bemessen. Das bisherige Durchschnittseinkommen der letzten drei Monate dient dabei als Grundlage zur Berechnung. Bei Beziehern von Arbeitslosengeld I wird das Krankengeld nach der Höhe des bislang gezahlten Arbeitslosengeldes eingestuft.

Krankengeld ist etwas anderes als eine Lohnfortzahlung bei Krankheit, oder Leistung bei Berufsunfähigkeit. Es handelt sich hierbei um eine Zahlung, die ausschließlich bei Arbeitsunfähig aufgrund einer Krankheit geleistet wird. Wird der gesetzlich Versicherte in ein Krankenhaus aufgenommen, beginnt mit dem Tag der Aufnahme, oder wenn der Arzt eine Krankheit feststellt, der Anspruch auf das Krankengeld. Die ersten sechs Wochen ab Feststellung der Arbeitsunfähigkeit muss der Arbeitgeber, sofern der Arbeitnehmer mindestens einen Monat im Betreib beschäftigt ist, Lohnfortzahlung leisten. Erst nach dieser Frist tritt die Krankenkasse ein. In der Zeit des Krankengeldbezuges müssen keine Beiträge in die Krankenversicherung gezahlt werden. Die Beiträge zu weiteren Versicherungen entfallen aber nicht. Sie werden von der Krankenkasse vom Krankengeld abgezogen und an die jeweiligen Stellen übermittelt.

Nach 72 Wochen (eigentlich 78 Wochen abzüglich der sechs Wochen der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber) endet die Zahlungspflicht der Krankenkassen. Der Anspruch auf Krankengeld wird immer für den Zeitraum von drei Jahren mit derselben Krankheit gerechnet. Zwischen zwei Phasen der Arbeitsunfähigkeit muss der gesetzliche Versicherte mindestens sechs Monate arbeitsfähig sein.




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