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Kirchensteuer

Durch die Kirchensteuer finanzieren Religionsgemeinschaften den Bau von Kirchen, Verwaltungsarbeiten, soziale Projekte und vor allem ihr eigenes Personal.

Kirchensteuerpflichtig ist jeder, der Mitglied einer Glaubensgemeinschaft oder einer Kirche wie der evangelischen oder der römisch-katholischen ist. Die Taufe ist der Eintritt in diese Mitgliedschaft. Meist geschieht sie aus Tradition der Familie heraus im Säuglings- oder Kindesalter. Aber auch ein Erwachsener kann auf eigenen Wunsch in die Religionsgemeinschaft eintreten. Egal auf welchem Wege man Mitglied geworden ist, ob bewusst als Erwachsener, oder unbewusst als Kind, die Kirchensteuer ist in jedem Falle zu entrichten.

Zahlen muss jeder mit steuerpflichtigem Einkommen, unabhängig vom Alter. Auch Rentner, sofern sie einkommensteuerpflichtig sind und genügend Rente beziehen, müssen Kirchensteuer entrichten. Arbeitslose sind von der Zahlung der Kirchensteuer befreit. Wer aus der Kirche austritt, und das ist in Deutschland ab einem Alter von 14 Jahren möglich, hat keine Kirchensteuer mehr zu entrichten.

Jede Religionsgemeinschaft, die als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt ist, kann Kirchensteuer erheben. Vereine hingegen haben nicht das Recht Kirchensteuer, sondern lediglich Mitgliedsbeiträge einzufordern.

Der Kirchensteuersatz fällt je nach Bundesland und Lohnsteuer mit Berücksichtigung der Kinderfreibeträge unterschiedlich aus. Sie bewegt sich zwischen 8% und 9% auf die Einkommensteuer. Es können durch Lohnsteuerpauschalen auch Pauschalen der Kirchensteuer vom Arbeitgeber erhoben werden. Hier liegt der Prozentsatz zwischen 4% und 7%. 400-Euro-Jobs werden pauschal mit 2% versteuert. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um ein Mitglied der Kirche handelt, oder nicht; pauschale Abzüge werden generell von jedem abgezogen.

Mit der Gehaltsabrechnung wird die Kirchensteuer durch den Arbeitgeber ermittelt und an das Finanzamt, und anschließend an die Religionsgemeinschaft übermittelt. In den Bundesländern, in denen es einen Mindestbetrag der zu zahlenden Kirchensteuer gibt, müssen Wenigverdiener diesen Mindestbeitrag der Kirchensteuer ableisten, selbst die Berechnungen durch die Lohnsteuer einen geringeren Betrag ergibt.

Selbst wenn der Ehepartner nicht der Religionsgemeinschaft angehört, kann es sein, dass das Mitglied der Gemeinschaft für seinen Partner zahlen muss, da beide Einkommen angerechnet werden.




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