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Arbeitnehmer

Ein Arbeitnehmer bzw. eine Arbeitnehmerin ist eine Person, die aufgrund eines privatrechtlichen Vertrages im Dienst eines anderen zur Arbeit verpflichtet ist. Der Begriff Arbeitnehmer wird arbeitsrechtlich etwas anders ausgelegt als im Steuer- und Sozialversicherungsrecht. So sind leitende Angestellte wie z.B. Vorstandsmitglieder im arbeitsrechtlichen Sinne keine Arbeitnehmer, in steuerlicher Hinsicht schon. Die genaue steuerliche Definition findet sich in der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung und lautet: Arbeitnehmer sind Personen, die in öffentlichem oder privatem Dienst angestellt oder beschäftigt sind oder waren und die aus diesem Dienstverhältnis oder einem früheren Dienstverhältnis Arbeitslohn beziehen. Arbeitnehmer sind auch die Rechtsnachfolger dieser Personen, soweit sie Arbeitslohn aus dem früheren Dienstverhältnis ihres Rechtsvorgängers beziehen.

Kennzeichnend für Arbeitnehmer ist die persönliche Anhängigkeit vom Arbeitgeber. Dies grenzt den freien Mitarbeiter vom Arbeitnehmer ab, denn wer selbstständig ist kann im Wesentlichen Arbeitsort und Arbeitszeit selbst frei bestimmen. Der Arbeitnehmer hingegen unterliegt dem sog. Direktionsrecht des Arbeitgebers und ist weisungsgebunden. Neben der reinen Vertragsgestaltung ist bei der Beurteilung, ob es sich um einen freien Mitarbeiter oder Arbeitnehmer handelt, immer auch die praktische Durchführung der Vertragsbeziehung maßgeblich. Widerspricht die vertragliche Bezeichnung der tatsächlichen Durchführung des Vertrages, z.B. wenn ein freier Mitarbeiter in die fremde Arbeitsorganisation eingegliedert wird und weisungsgebunden ist, so ist die tatsächliche Durchführung des Vertrages maßgeblich für die Beurteilung und nicht die reine Bezeichnung. Nicht als Arbeitnehmer gelten Beamte wie auch persönlich Selbständige (z.B. Ärzte und selbständige Handwerker).

Innerhalb der Arbeitnehmer wird häufig noch zwischen Angestellten und Arbeitern unterscheiden. Die Tätigkeit eines Arbeiters ist in der Regel durch körperliche Arbeit geprägt. Einzelne tarifvertragliche Vergütungsregelungen brechen diese Zweiteilung mittlerweile auf. So wird dort nicht mehr vom Lohn eines Arbeiters oder dem Gehalt eines Angestellten gesprochen, sondern vom Arbeitsentgelt eines Beschäftigten im Allgemeinen. Im Sozialversicherungsrecht ist die Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten seit dem 01.01.2005 aufgehoben.

Neben den gesetzlichen und / oder tarifvertraglichen Bestimmungen, die für ein Arbeitsverhältnis Anwendung finden, werden die gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag konkretisiert. Für den Abschluss des Arbeitsvertrages gilt zwar grundsätzlich Form- und Vertragsfreiheit, die zwingenden gesetzlichen Vorschriften und die geltenden tarifvertraglichen Bestimmungen sind allerdings als Mindestbedingungen einzuhalten. Nach dem Nachweisgesetz ist dem Arbeitnehmer binnen eines Monats nach Aufnahme der Beschäftigung eine Niederschrift über die wesentlichen Arbeitsbedingungen auszuhändigen.







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