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Altersteilzeit

Ein Arbeitnehmer kann bereits mit 55 Jahren seine Arbeitszeit auf die Hälfte einschränken. Geregelt wird die Altersteilzeit durch das Altersteilzeitgesetz (ATG).

Aktuell werden jedoch nur noch Personen in Altersteilzeit, sofern diese vor dem Jahre 2010 die Altersteilzeit begonnen haben, gefördert. Ab 2010 stellen Unternehmen und Gewerkschaften spezifische Regelungen zur Altersteilzeit auf. Mit dieser Gesetzesänderung entfällt die Förderung für den Arbeitgeber durch die Bundesagentur für Arbeit.

Die Altersteilzeit in Anspruch nehmen kann, wer

  • mindestens 55 Jahre alt sowie
  • Arbeitnehmer ist (mit rechtsgültigem Arbeitsvertrag; also nicht Selbstständige oder Freiberufler), und
  • mindestens 1.080 Tage sozialversicherungspflichtig beschäftigt war (auch Bezug von Arbeitslosengeld oder Krankengeld).

Zudem muss der Zuspruch zur Altersteilzeit nicht nur von der Seite des Arbeitnehmers, sondern auch von der Seite des Arbeitgebers erfolgen. Hierbei ist zu beachten, dass der Arbeitgeber nicht zustimmen muss, und laut Gesetzt nicht dazu verpflichtet ist mehr als 5% seiner Arbeitnehmer in Altersteilzeit gehen zu lassen.

Mit Zustimmung des Arbeitgebers können Arbeitnehmer und Arbeitgeber zwischen zwei Optionen wählen; Blockverteilung oder Gleichverteilung der Arbeitszeit. Während die erste Option die Arbeitszeit in Arbeitsphasen aufteilt, reduziert die zweite Option die Arbeitszeit über den ganzen Zeitraum zur Hälfte.

Das Blockmodell bedeutet demnach, dass der Arbeitnehmer sich nach abgemachten Zeiten teils Vollzeit, und teils nicht zur Verfügung stellen muss. Hier beträgt die Förderungsdauer höchstens drei Jahre. Das Gleichverteilungsmodell hingegen rechnet 50% der bisherigen Arbeitszeit auf jede Woche an der gesamten Altersteilzeit.

Die Dauer der Altersteilzeit beträgt in jedem Fall mindestens drei Jahre, maximal sechs Jahre, und endet immer mit Anfang der Rente. Das bedeutet, dass die Altersteilzeitvereinbarung maximal sechs Jahre vor der regulären Rente getroffen werden kann. Es ist nicht möglich die Altersteilzeit nur für ein paar Jahre in Anspruch zu nehmen und danach wieder arbeiten zu gehen, bis die Altersrente eintritt. Das Ende der Altersteilzeit ist immer der Beginn der Altersrente. Diese sollte vorab bei der Rentenversicherung erfragt werden.

Im Stadium der Altersteilzeit erhält der Arbeitnehmer rund 70% seines regulären Gehalts und rund 80% der ehemaligen Beitragszahlungen zur Rentenversicherung bleiben bestehen. Aufstockungen der Beiträge zur Rentenversicherung übernehmen die Arbeitgeber. Diese haben aber die Möglichkeit, sich diese Zahlungen von der Bundesagentur für Arbeit zurückerstatten zu lassen.

Der Staat stellt das Instrument Altersteilzeit zur Verfügung, damit ein fließender Übergang von der Arbeit in die Rente möglich wird. So senkt sich die Arbeitsbelastung für den Arbeitnehmer, und hört nicht abrupt auf. Außerdem bedeutet die Reduzierung der Arbeitszeit durch die Arbeitsteilzeit Chancen für Arbeitslose und Auszubildende. Diese können, da das Unternehmen nun mehr Arbeit zur Verfügung und mehr finanzielle Mittel hat, auch beschäftigt werden.







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